Der Heilige Sebastian

 

Der Heilige Sebastian, nach der Mitteilung des Ambrosius aus Mailand gebürtig, starb als Märtyrer in Rom in der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts. Im Jahr 354 wird berichtet, dass sein Grab an der Via Appia am Eingang des Coemeteriums „at catacumba“ sei.

Die Legende aus der ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts berichtete, Sebastian sei ein Offizier der kaiserlichen Garde gewesen, der auf Befehl Diokletians mit Pfeilen durchschossen wurde. Er erholte sich durch die Pflege einer christlichen Witwe, bekannte sich erneut zu seinem Glauben und wurde daraufhin mit Keulen erschlagen.

Reliquien Sebastians befinden sich seit dem Jahre 1250 im Franziskanerkloster Hagenau im Elsaß, sowie (angeblich) im Kloster Ebersbach in Oberbayern.

Im Spätmittelalter erlebte der Kult Sebastians eine sehr große Blüte, da er der Pfeile wegen als „Pestpatron“ verehrt wurde.

St. Sebastian gilt als Patron der Sterbenden, der Schützengilden, Büchsenmacher, Kriegsinvaliden und anderen.